**Deutsche Übersetzung:**
Der Gründer der Kampagne, Yves Bennaim, gibt nicht auf. Selbst nachdem seine Gruppe nicht genügend Unterschriften sammeln konnte, um ein Schweizer Nationalreferendum über Bitcoin-Reserven zu erzwingen, sagte Bennaim, dass ein weiterer Versuch später kommen könnte.
Das Schweizer System der direkten Demokratie verlangt von Kampagnen, innerhalb von 18 Monaten eine bestimmte Anzahl von Unterschriften zu erreichen – sein Team hat es nicht geschafft.
Ein kühner Vorschlag, der nicht durchstartete
Die Initiative hätte von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verlangt, Bitcoin neben Gold und Fremdwährungen zu halten. Befürworter argumentierten, dass die Aufnahme von Bitcoin in die SNB-Reserven die Abhängigkeit vom US-Dollar und vom Euro verringern würde. Bennaim verglich dies mit der langjährigen Neutralitätstradition der Schweiz und präsentierte Bitcoin als unabhängige Alternative zu den wichtigsten globalen Währungen. Er wehrte sich auch gegen Behauptungen, dass Bitcoin nicht liquide sei, und verwies auf die Milliarden Dollar, die täglich durch internationale Krypto-Börsen fließen.
Aber die SNB war nicht überzeugt. Die Bank ist vorsichtig geblieben, und die politischen Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank haben klargestellt, dass Reservevermögen liquide, sicher und stabil sein müssen. Die Preisentwicklung von Bitcoin hat seiner Sache nicht geholfen. Die Kryptowährung ist in diesem Jahr bisher um etwa 7 % gefallen, nach einem Rekordhoch von 126.000 Dollar im Oktober 2025.
Europa bleibt gespalten über Krypto in Zentralbankreserven
Laut Berichten von Reuters spiegelt die gescheiterte Schweizer Kampagne eine breitere Meinungsverschiedenheit in ganz Europa wider. Die politischen Entscheidungsträger haben keinen Konsens darüber erzielt, ob digitale Vermögenswerte in die Reserve-Strategien der Zentralbanken gehören. Diese Debatte hat sich intensiviert, da Krypto im globalen Finanzwesen immer schwerer zu ignorieren ist. Einige Institutionen testen Blockchain-basierte Systeme, während andere sich weiterhin auf Bedenken hinsichtlich Preisvolatilität, Sicherheit und der Fähigkeit konzentrieren, große Bestände schnell zu verkaufen, ohne die Märkte zu stören.
Bennaims Team stellte die Kampagne als mehr dar als nur einen Vorstoß für Bitcoin. Sie wollten, dass Schweizer Beamte die Technologien, die den Finanzsektor umgestalten, ernsthaft bewerten. Eine zukünftige Initiative, so sagten sie, sei noch möglich.
Schweizer Finanzfirmen treiben Blockchain voran
Das Scheitern der Kampagne hat die breitere Schweizer Finanzindustrie nicht verlangsamt. Die AMINA Bank wurde kürzlich als erstes Institut registriert, das bei der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA registriert ist, um Verwahrungs- und Handelsdienstleistungen für Canton Coin anzubieten. Durch diesen Schritt erhalten institutionelle Kunden Zugang zum Canton Network, einer Plattform, die für Tokenisierung, Sicherheitenmanagement und Abwicklung konzipiert ist. Goldman Sachs, Visa, Citadel und die Depository Trust & Clearing Corporation gehören zu den Organisationen, die das Netzwerk unterstützen.
Häufig gestellte Fragen
Hier ist eine Liste von FAQs zum gescheiterten Schweizer Bitcoin-Reserve-Vorschlag, verfasst in einem natürlichen Ton mit klaren Antworten
Fragen für Einsteiger
1 Was war der Schweizer Bitcoin-Reserve-Vorschlag
Es war ein Plan, der die Schweizerische Nationalbank dazu verpflichten sollte, Bitcoin als Teil der offiziellen Fremdwährungsreserven des Landes zu halten, neben Vermögenswerten wie dem US-Dollar und Gold
2 Warum wurde der Vorschlag fallengelassen
Er wurde fallengelassen, weil die Schweizerische Nationalbank stark dagegen war. Die SNB sagte, Bitcoin sei zu volatil, riskant und nicht liquide genug, um ein sicheres Reservevermögen zu sein
3 Wer wollte diese Bitcoin-Reserve schaffen
Eine Gruppe von Schweizer Bitcoin-Befürwortern und Politikern setzte sich dafür ein. Sie starteten eine formelle Initiative, um Unterschriften zu sammeln und eine öffentliche Abstimmung über die Idee zu erzwingen
4 Durften die Schweizer darüber abstimmen
Nein. Der Vorschlag wurde fallengelassen, bevor es jemals zu einer Abstimmung kam. Die Organisatoren beendeten die Kampagne, nachdem die Zentralbank ihren Widerstand deutlich gemacht hatte
5 Was denkt die Schweizerische Nationalbank über Bitcoin
Die SNB hat konsequent gesagt, dass Bitcoin die Kriterien für eine Reservewährung nicht erfüllt. Sie betrachten ihn als spekulativen Vermögenswert, nicht als zuverlässigen Wertspeicher für eine nationale Bilanz
Fragen für Fortgeschrittene
6 War dies der erste Versuch der Schweiz, Bitcoin zu ihren Reserven hinzuzufügen
Nein. Ähnliche Vorschläge wurden bereits früher gemacht, wurden aber immer von der SNB abgelehnt. Die Zentralbank hat eine langjährige Politik, volatile digitale Vermögenswerte zu vermeiden
7 Wie viel Bitcoin sollte die SNB laut Vorschlag kaufen
Der genaue Betrag stand nicht fest. Die Idee war, mit einem kleinen Prozentsatz der Gesamtreserven zu beginnen, aber die SNB argumentierte, dass selbst diese geringe Menge zu riskant sei
8 Was ist das Hauptargument für eine Bitcoin-Reserve
Befürworter sagen, Bitcoin sei eine Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertung. Sie argumentieren, es sei ein dezentraler Vermögenswert, den keine Regierung drucken könne, was ihn zu einem guten langfristigen Wertspeicher mache
9 Was ist das Hauptargument gegen eine Bitcoin-Reserve
Das Hauptargument der Zentralbank ist, dass der Preis von Bitcoin zu instabil sei. Ein plötzlicher Absturz um 50 % könnte Milliarden aus den Schweizer Reserven auslöschen, was der Wirtschaft und der Stabilität des Schweizer Frankens schaden würde