Der jüngste Rückgang des Bitcoin-Kurses hat weitverbreitete Spekulationen ausgelöst, ob Strategy, früher als MicroStrategy bekannt, und seine beträchtlichen Bitcoin-Bestände zur Schwäche des Marktes beitragen. Diese Bedenken verstärkten sich, als Wallet-Tracking-Plattformen große Bitcoin-Transfers im Zusammenhang mit dem Unternehmen entdeckten, was zu Gerüchten über einen großen Verkauf führte.
Die Spekulationen nahmen zu, nachdem ein weit verbreiteter Bericht behauptete, Strategy habe seine Bitcoin-Bestände um Zehntausende von Tokens reduziert. Michael Saylor, der executive chairman des Unternehmens, ging umgehend auf das Gerücht ein, aber die widersprüchlichen Interpretationen zwischen On-Chain-Daten und offiziellen Stellungnahmen lassen viele im Unklaren darüber, was hinter den Kulissen wirklich geschieht.
Die Kontroverse begann, als Walter Bloomberg einen Beitrag teilte, der sich auf Arkham Intelligence bezog und behauptete, Strategy habe seine Bitcoin-Bestände von 484.000 BTC auf etwa 437.000 BTC reduziert – ein Rückgang von etwa 47.000 BTC. Dies warf sofort Fragen auf, ob das Unternehmen heimlich mit Verkäufen begonnen habe.
Saylor reagierte direkt auf den Beitrag und erklärte: „Dieses Gerücht entspricht nicht der Wahrheit“, und wies die Behauptung vollständig zurück.
Als sich die Situation in den sozialen Medien verbreitete, klärte Arkham Intelligence später die tatsächlichen Ereignisse auf. In einem Beitrag auf X erklärte das Unternehmen, Strategy habe seit Mitternacht UTC 43.415 BTC im Wert von über 4,2 Milliarden US-Dollar bewegt, betonte jedoch, dass es sich um routinemäßige Custodian-Wechsel handele. Laut Arkham betrafen die Transfers die Verlagerung von Bitcoin von Coinbase Custody zu einem neuen Custodian sowie interne Umbuchungen und Wallet-Updates. Keine der Bewegungen deutete auf Verkäufe hin, und Strategy führt solche Übergänge regelmäßig durch. Wer diese Wallet-Cluster in den letzten zwei Wochen beobachtet habe, habe ähnliche Aktivitäten festgestellt, gefolgt von einer Neukennzeichnung, sobald neue Adressen eingerichtet wurden.
Um den anhaltenden Spekulationen entgegenzuwirken, bezog Saylor eine klare Position, um die Märkte zu beruhigen. In einem CNBC-Interview ging er auf die Kontroverse ein und erklärte, Strategy habe keine Bitcoin verkauft und plane dies auch nicht. Er ließ keinen Raum für Zweifel und sagte: „Wir kaufen; wir werden unsere nächsten Käufe am Montagmorgen melden.“ Er hob auch die starke finanzielle Position und das langfristige Vertrauen des Unternehmens hervor und merkte an, dass seine Bitcoin-Bestände eine solide Grundlage bieten. Saylor fügte hinzu, dass Strategy's Schuldenverpflichtungen erst in 4,5 Jahren fällig werden, was bedeutet, dass kein unmittelbarer finanzieller Druck zur Veräußerung von Bitcoin besteht.
Kurz nach dem Interview bekräftigte er seine Botschaft auf X und stellte klar: „Wir haben diese Woche jeden Tag Bitcoin gekauft“, was jeglichen Behauptungen widerspricht, Strategy übe Verkaufsdruck auf den Markt aus.
Was die Kursentwicklung betrifft, so befindet sich Bitcoin seit dem größten Teil der Woche in einem Abwärtstrend und notiert jetzt unter 100.000 US-Dollar. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Textes wird Bitcoin mit 96.084 US-Dollar bewertet.
Häufig gestellte Fragen
Natürlich. Hier ist eine Liste hilfreicher und klarer FAQs zur Debatte, ob der Rückgang des Bitcoin-Kurses auf strategische Verkäufe basierend On-Chain-Daten zurückzuführen ist.
Einsteigerfragen
1. Was bedeutet „strategischer Verkauf“ überhaupt?
Ein strategischer Verkauf liegt vor, wenn große Anleger absichtlich einen bedeutenden Teil ihrer Bestände verkaufen. Sie tun dies möglicherweise, um den Preis zu manipulieren, Gewinne mitzunehmen oder ihr Portfolio abzusichern, was einen starken Kursrückgang verursacht.
2. Was sind On-Chain-Daten?
On-Chain-Daten sind die öffentliche Aufzeichnung aller Transaktionen, die in der Bitcoin-Blockchain gespeichert sind. Es ist wie ein permanentes, transparentes Hauptbuch, das jeder einsehen kann, um zu analysieren, was passiert, z. B. wohin Coins bewegt werden und wer sie hält.
3. Warum sollte ein großer Anleger einen Kursrückgang absichtlich verursachen?
Es gibt einige Gründe: um zu einem viel niedrigeren Preis zurückzukaufen, eine Welle von Panikverkäufen kleinerer Anleger auszulösen oder Gewinne nach einem signifikanten Kursanstieg zu realisieren.
4. Wie können Daten uns sagen, ob ein Verkauf strategisch ist?
Analysten suchen nach bestimmten Hinweisen in den Daten, wie eine massive Bewegung von Coins von Langzeithalte-Wallets zu Börsen oder Transaktionen, die mit einer einzelnen großen Entität verbunden sind.
5. Ist diese Art von Verkauf illegal?
Nicht unbedingt. Obwohl es manipulative sein kann, ist das bloße Verkaufen einer großen Menge eines Vermögenswerts, den man besitzt, in der Regel legal. Wenn es jedoch mit der ausdrücklichen Absicht erfolgt, zu täuschen oder den Markt zu manipulieren, könnte es in illegale Marktmanipulation übergehen.
Fortgeschrittene Fragen
6. Welche spezifischen On-Chain-Metriken beobachten Analysten in dieser Debatte?
Wichtige Metriken sind:
Exchange Netflow: Ein starker Zufluss von Bitcoin zu Börsen signalisiert oft eine Verkaufsabsicht.
Wal-Wallet-Bewegungen: Verfolgung der Aktivitäten von Wallets mit sehr großen Bitcoin-Beständen.
Realisierter Gewinn/Verlust: Misst den Gewinn oder Verlust, den Anleger tatsächlich realisieren, wenn sie verkaufen. Hohe realisierte Gewinne können auf gewinnmitnehmende Verkäufe hindeuten.
Spent Output Age Bands: Zeigt, wann Coins, die lange inaktiv waren, plötzlich bewegt werden, was auf Verkäufe von Langzeithaltern hindeutet.
7. Könnte der Kursrückgang nicht einfach auf normale Marktängste oder schlechte Nachrichten zurückzuführen sein?
Absolut. Das ist