Bitcoin zeigt ein ähnliches Muster wie bei der 30%igen Absturz-Konstellation, aber die zugrunde liegende Handelsaktivität ist diesmal anders.

Bitcoin-Händler blicken erneut auf ein Chartmuster, das demjenigen ähnelt, das Ende Januar bis Anfang Februar zu einem Rückgang von etwa 30 % führte. Mehrere Analysten, die den Orderflow untersuchen, argumentieren jedoch, dass der Vergleich nicht perfekt ist, da die zugrundeliegenden Spotmarktdaten jetzt deutlich stärker erscheinen.

Die Diskussion gewann am 24. März an Fahrt, nachdem der Analyst Exitpump einen Chart geteilt hatte, der die aktuelle Handelsspanne mit der vorherigen Breakdown-Zone verglich. Die visuelle Ähnlichkeit ist deutlich: In beiden Fällen konsolidierte Bitcoin innerhalb einer definierten Spanne, bevor er sich zur unteren Grenze hin bewegte.

Im früheren Fall brach dieses Muster in einen starken Rückgang von 30 % auf ein Niveau um die 60.000 US-Dollar ein. Derzeit wird Bitcoin um etwa 70.000 US-Dollar gehandelt und schwebt erneut nahe einem scheinbar anfälligen Bereich der Spanne.

Exitpumps Hauptpunkt ist, dass, obwohl die Preis-Charts ähnlich aussehen, das Liquiditätsbild anders ist. Er stellte fest, dass aggregierte Spot-Orderbücher jetzt deutlich mehr passive Nachfrage auf der Käuferseite zeigen als während der vorherigen Spanne. Obwohl ein Rückfall in die niedrigen 60.000er möglich ist, erwartet er keinen größeren Abwärtstrend, solange diese zugrundeliegende Nachfrage bestehen bleibt.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie darauf hindeutet, dass der Markt dieses Setup nicht mit der gleichen dünnen Unterstützung auf der Käuferseite angeht, wie sie vor dem letzten Verkaufsdruck zu sehen war. Die aktuelle Spanne zeigt eine stärkere Spot-Nachfrage und einen relativ leichteren Verkaufsdruck, was impliziert, dass selbst wenn Bitcoin die jüngsten Tiefs erneut testet, ein tieferer Zusammenbruch möglicherweise nicht so einfach vonstattengeht.

Exitpump ging auch auf Bedenken bezüglich Marktmanipulation ein und erklärte, dass tiefe Liquidität in den Orderbüchern nicht leicht gefälscht werden kann, da solche Gebote oft wochen- oder monatelang bestehen bleiben. Wenn diese Nachfrage echt und anhaltend ist, könnte sie eine stärkere Unterstützungsebene bieten als während des Rückgangs im Januar-Februar.

Dennoch ist das kurzfristige Flow-Bild nicht vollständig positiv. Exitpump beobachtete, dass die Orderbücher kürzlich „bärisch umgeschlagen“ seien, wobei der Aufwärtsschwung nachlässt. Er stellte auch fest, dass der Open-Interest-RSI extrem hoch war, was das Risiko eines Abbaus von Long-Positionen erhöht.

Andere Analysten hoben ähnliche Warnsignale hervor. Einer wies darauf hin, dass die Coinbase-Premium-Lücke wieder negativ geworden sei, was auf eine schwächere Spot-Nachfrage an dieser Börse hindeutet. Ein anderer äußerte sich vorsichtig und merkte an, dass, obwohl der Preis-Chart so aussehen könnte, als würde er weiter steigen, die Orderflow-Signale eher wie eine Verteilung aussahen. Für eine überzeugendere bullische Bewegung schlugen sie vor, dass ein erhöhtes Handelsvolumen, eine positive Coinbase-Premium und etwas niedrigere Funding Rates nötig seien.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde Bitcoin bei 71.482 US-Dollar gehandelt.



Häufig gestellte Fragen
FAQs: Bitcoins aktuelles Preismuster im Vergleich zum Crash 2022



Fragen für Anfänger



F1: Was bedeutet es, dass Bitcoin ein ähnliches Muster wie bei einem früheren Crash zeigt?

A: Es bedeutet, dass auf einem Preis-Chart die Art und Weise, wie sich der Wert von Bitcoin aktuell auf und ab bewegt, visuell der Bewegung kurz vor einem größeren Rückgang ähnelt. Analysten nutzen diese Muster, um zukünftige Preisrichtungen vorherzusagen.



F2: Wenn das Muster gleich aussieht, garantiert das dann einen weiteren Crash?

A: Nein, es garantiert überhaupt nichts. Vergangene Performance garantiert nie zukünftige Ergebnisse. Ein ähnliches Chartmuster ist nur ein Hinweis, keine Glaskugel. Die zugrundeliegenden Gründe für die Preisbewegung sind wichtiger.



F3: Was sind zugrundeliegende Handelsaktivitäten und warum sind sie diesmal anders?

A: Damit ist gemeint, was tatsächlich hinter dem Preis geschieht: wer kauft/verkauft, wie viel an Börsen gehandelt wird und der Einsatz von Hebelwirkung. Diesmal verändern Faktoren wie neue Bitcoin-ETFs, die stetiges institutionelles Geld bringen, und unterschiedliche Grade von Marktangst/-gier den Hintergrund.



F4: Sollte ich meine Bitcoin wegen dieses beängstigenden Musters verkaufen?

A: Sie sollten niemals Anlageentscheidungen allein basierend auf einem Muster oder einer Schlagzeile treffen. Berücksichtigen Sie Ihre eigenen finanziellen Ziele, Risikotoleranz und Anlagezeitraum. Diversifikation und nur das Investieren, was Sie sich leisten können zu verlieren, sind Schlüsselprinzipien.



Fortgeschrittene, marktfokussierte Fragen



F5: Auf welches spezifische Chartmuster wird Bezug genommen und welche Bedingungen herrschten 2022?

A: Oft handelt es sich um einen Ausbruch unter ein wichtiges Unterstützungsniveau oder ein Kopf-Schulter-Top-Muster nach einer anhaltenden Bärenmarkt-Rallye. 2022 geschah dies im Kontext aggressiver Zinserhöhungen der Fed, des Zusammenbruchs großer Krypto-Unternehmen und extremer Angst, die zu Zwangsliquidierungen führte.



F6: Wie unterscheidet sich die On-Chain- und Derivateaktivität jetzt im Vergleich zu damals?

A: Zu den wesentlichen Unterschieden gehören wahrscheinlich:

ETF-Flüsse: Anhaltende institutionelle Käufe über Spot-Bitcoin-ETFs bieten eine neue, konstante Nachfragequelle, die 2022 nicht vorhanden war.

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