Do Kwon, der Gründer von Terraform Labs, wurde wegen Betrugs per Telekommunikation zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Do Kwon, der südkoreanische Mitbegründer von Terraform Labs, wurde am 11. Dezember 2025 von einem Bundesgericht in Manhattan zu 15 Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich schuldig bekannt zu Betrugsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Stablecoins TerraUSD und seines Schwester-Tokens Luna.

Gerichtsunterlagen und Medienberichte zufolge bezeichnete der Richter das System als massiven Betrug, der bei Tausenden von Anlegern zu schweren Verlusten führte. Richter Paul A. Engelmayer verhängte die 15-jährige Strafe, nachdem die Staatsanwaltschaft bis zu 12 Jahre gefordert und die Verteidigung um eine deutlich mildere Strafe gebeten hatte. Do Kwon hatte sich im August 2025 wegen Verschwörung zum Betrug und Telefonbetrugs schuldig bekannt und zugestimmt, etwa 19 Millionen US-Dollar abzutreten. Nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft räumte sein Schuldbekenntnis ein, dass er Anleger darüber getäuscht hatte, wie der Stablecoin seinen Wert von 1 US-Dollar hielt.

Die Marktauswirkungen des Zusammenbruchs von Terra werden auf etwa 40 Milliarden US-Dollar an Wertverlust geschätzt. Viele Kleinanleger verloren ihre lebenslangen Ersparnisse, und mehrere Opfer legten während der Urteilsverkündung emotionale Zeugenaussagen vor, in denen sie von schweren finanziellen Ruinen berichteten. Medienberichte und Gerichtsunterlagen führen den Absturz im Mai 2022 auf einen plötzlichen Vertrauensverlust zurück, der sich wellenartig durch die Märkte ausbreitete und andere Kryptounternehmen schädigte.

Vor dem Strafverfahren sahen sich Kwon und Terraform mit einer großen Zivilklage der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC konfrontiert. Die SEC erklärte, dass Terraform Labs und Kwon zugestimmt hätten, über 4,5 Milliarden US-Dollar an Rückerstattungen, Zinsen und Strafen zu zahlen, während Kwon persönlich mit einer zivilrechtlichen Geldstrafe von 80 Millionen US-Dollar und einem Verbot des Kryptohandels konfrontiert war. Dieses zivilrechtliche Urteil wurde 2024 eingereicht und war Teil regulatorischer Bemühungen, Anleger zu entschädigen.

Kwon wurde im März 2023 in Montenegro festgenommen, nachdem er Singapur verlassen hatte; die Behörden gaben an, er habe zu diesem Zeitpunkt gefälschte Reisedokumente benutzt. Er wehrte sich vor montenegrinischen Gerichten gegen die Auslieferung, wurde aber Ende 2024 schließlich in die USA überstellt, um sich dort den Bundesanklagen zu stellen. Berichte beschreiben einen langwierigen grenzüberschreitenden Rechtsstreit, der mit seiner Rückkehr nach New York zur Beantwortung der Strafvorwürfe endete.

Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die 15-jährige Haftstrafe die Auffassung des Gerichts widerspiegelt, dass der Betrug weitreichenden Schaden verursacht hat und die Strafe ähnliche Systeme abschrecken soll. Die Aussagen der Opfer bei der Urteilsverkündung scheinen erhebliches Gewicht gehabt zu haben. Kwon sieht sich noch mit separaten Untersuchungen und möglichen Anklagen in anderen Ländern konfrontiert, und das zivilrechtliche Urteil bedeutet, dass erhebliche Mittel für Wiederherstellungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Terraform vorgesehen sind.



Häufig gestellte Fragen
Natürlich. Hier ist eine Liste von FAQs zum Urteil gegen Do Kwon, die Fragen von Anfängern bis zu Fortgeschrittenen beantworten soll.



Anfänger – Kernfragen



1. Wer ist Do Kwon?

Do Kwon ist ein südkoreanischer Unternehmer, der Terraform Labs mitbegründet hat, das Unternehmen hinter den Kryptowährungen Terra und TerraUSD.



2. Wofür genau wurde er verurteilt?

Er wurde zu 15 Jahren Haft wegen Telefonbetrugs, Wertpapierbetrugs und Verschwörung verurteilt. Das Gericht stellte fest, dass er Anleger über die Stabilität und Akzeptanz von Terras Kryptowährungen belogen hatte, was zu massiven Verlusten führte.



3. Was ist Terra/LUNA/UST und warum ist es zusammengebrochen?

Terra war ein Blockchain-Ökosystem. UST war ein algorithmischer Stablecoin, der immer 1 US-Dollar wert sein sollte, und LUNA war sein Schwester-Token, das zur Stabilisierung des UST-Preises diente. Im Mai 2022 verlor UST seine Bindung an den Dollar, was eine Abwärtsspirale auslöste, die innerhalb von Tagen fast 40 Milliarden US-Dollar an Marktwert vernichtete.



4. Wo wurde er verurteilt?

Er wurde in Montenegro verurteilt, wo er 2023 festgenommen wurde. Dieses Urteil stammt jedoch von einem Gericht in Südkorea.



5. Ist der Fall jetzt abgeschlossen?

Nicht unbedingt. Do Kwons Verteidigungsteam hat angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Außerdem steht er noch vor separaten, bedeutenden Strafanzeigen der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC und des Justizministeriums.



Fortgeschrittene – Fragen zu den Auswirkungen



6. Was bedeutet Telefonbetrug in diesem Zusammenhang?

Es bedeutet, dass er elektronische Kommunikation nutzte, um Anleger vorsätzlich zu täuschen und sie zu überzeugen, basierend auf falschen Behauptungen Geld in ein Projekt zu investieren.



7. Was waren die Hauptlügen oder falschen Behauptungen, die er aufstellte?

Zu den wichtigsten falschen Behauptungen gehörten, dass die koreanische Mobile-Payment-App Chai Terras Blockchain-Technologie nutzte und dass der UST-Stablecoin durch echte, organische Akzeptanz wuchs und grundsätzlich stabil war.



8. Wie wirkt sich dies auf andere Krypto-Gründer oder -Projekte aus?

Dies schafft einen wichtigen rechtlichen Präzedenzfall. Es signalisiert, dass Regulierungsbehörden und Gerichte weltweit bereit sind, Strafanzeigen gegen Krypto-Manager wegen Betrugs zu verfolgen und bestimmte Token als nicht registrierte Wertpapiere zu behandeln.

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