Bernstein sagt, der jüngste Bitcoin-Rückgang spiegelt eine Vertrauenskrise wider, erwartet aber dennoch, dass der Preis 150.000 US-Dollar erreichen wird.

Trotz des starken Rückgangs von Bitcoin seit Oktober letzten Jahres argumentieren Analysten von Bernstein, dass die derzeitige Talfahrt nicht einer typischen Krypto-Bärenmarktphase gleicht. In einer Mitteilung an Kunden beschrieb das Unternehmen den Rücksetzer als "den schwächsten Bitcoin-Bärenfall seiner Geschichte", obwohl der Preis seit seinen Allzeithochs um etwa 44 % gefallen ist.

**Bernstein verteidigt Bitcoins Fundamentaldaten**

Die von Gautam Chhugani geleitete Analyse deutet darauf hin, dass der jüngste Verkaufsdruck eher auf einen Vertrauensverlust als auf tiefgreifende strukturelle Probleme zurückzuführen ist. Die Analysten betonten, dass die Kernfundamentaldaten von Bitcoin nach wie vor stark seien und dieser Rückgang nicht als systemisches Versagen angesehen werden sollte. Bernstein bekräftigte seine langfristige Perspektive und behält sein Kursziel von 150.000 US-Dollar für Bitcoin bis Ende 2026 bei.

Bernstein stellte fest, dass viele der klassischen "Warnsignale", die größeren Bitcoin-Crashs vorausgehen, diesmal fehlen. Es gab keine größeren institutionellen Zusammenbrüche, keine Aufdeckung versteckter Hebelwirkungen und keine weit verbreiteten Ausfälle im Krypto-Ökosystem. Stattdessen sieht das Unternehmen einen Markt, der von negativer Stimmung belastet ist, obwohl die breiteren Bedingungen ungewöhnlich günstig erscheinen.

Die Analysten verwiesen auf starke institutionelle Unterstützung, darunter einen pro-Bitcoin-US-Präsidenten, das anhaltende Wachstum von Spot-Bitcoin-ETFs, die zunehmende Übernahme durch Unternehmensschatzämter und das anhaltende Interesse großer Vermögensverwalter. Aus Bernsteins Sicht heben diese Faktoren den derzeitigen Zyklus deutlich von früheren Abschwüngen ab, die durch übermäßiges Risiko und fragile Strukturen verursacht wurden.

**Halter und Miner können einen langen Abschwung überstehen**

Das Unternehmen ging auch auf sich wandelnde Narrative rund um Technologietrends ein. Während einige Anleger argumentieren, Bitcoin sei irrelevant geworden, da sich die Aufmerksamkeit auf künstliche Intelligenz (KI) verlagert, wies Bernstein diese Ansicht zurück und sagte, sie spiegele eher einen sich ändernden Anlegerfokus wider als eine echte Bedrohung für Bitcoins Rolle. Sie fügten hinzu, dass Befürchtungen im Zusammenhang mit Quantencomputern ähnlich übertrieben seien, und wiesen darauf hin, dass solche Risiken alle kritischen digitalen Systeme betreffen würden, nicht nur Bitcoin.

Bernstein spielte auch Befürchtungen herunter, dass Unternehmensschatzämter zu Zwangsverkäufen gezwungen oder Miner zur Aufgabe gedrängt werden könnten. Das Unternehmen erklärte, dass große Unternehmen, die Bitcoin halten, ihre Bilanzen so strukturiert hätten, dass sie längere Abschwünge überstehen könnten. Unter Bezugnahme auf Kommentare aus dem jüngsten Gewinnaufruf von MicroStrategy stellten die Analysten fest, dass nur ein extremes Szenario – ein Fall von Bitcoin auf 8.000 US-Dollar, der fünf Jahre lang anhält – einen Restrukturierungsbedarf auslösen würde.

Miner seien zudem besser positioniert als in früheren Zyklen, fügten sie hinzu. Viele hätten ihre Einnahmen diversifiziert, indem sie Stromressourcen in Richtung KI-Rechenzentrennachfrage verlagert hätten, was ihre Abhängigkeit vom Bitcoin-Mining allein verringere und den Druck durch Produktionskosten verringere.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Textes wird Bitcoin bei 70.627 US-Dollar gehandelt und hat in den letzten vierzehn bzw. dreißig Tagen Verluste von 20 % und 22 % verzeichnet.

**Häufig gestellte Fragen**
Natürlich. Hier ist eine Liste von FAQs basierend auf der Bernstein-Analyse zum Kursrückgang von Bitcoin und ihrem 150.000-Ziel.

**Das Bernstein-Report verstehen**

**F1: Was hat Bernstein kürzlich genau über Bitcoin gesagt?**
A: Bernstein, ein bedeutendes Investmentunternehmen, erklärte, dass der jüngste starke Kursrückgang von Bitcoin hauptsächlich auf eine Vertrauenskrise unter Anlegern zurückzuführen sei, die wahrscheinlich durch Überhebelung des Marktes und Panikverkäufe ausgelöst wurde. Trotzdem behalten sie eine langfristig bullische Perspektive bei und bekräftigen ihr Kursziel von 150.000 US-Dollar für Bitcoin.

**F2: Was bedeutet in diesem Zusammenhang eine "Vertrauenskrise"?**
A: Es bedeutet, dass Anleger vorübergehend den Glauben an die unmittelbare Aufwärtsdynamik von Bitcoin verloren haben. Dies kann durch Angst, negative Nachrichten oder große Verkaufsaktionen verursacht werden, die dazu führen, dass Menschen ihre Bestände schnell verkaufen, was den Preis in kurzer Zeit weiter drückt.

**F3: Wenn sie so zuversichtlich sind, warum ist der Preis dann abgestürzt?**
A: Bernstein unterscheidet zwischen kurzfristiger Stimmung und langfristigen Fundamentaldaten. Sie glauben, dass der Crash eine vorübergehende emotionale Reaktion war und keine Änderung der Kernwerttreiber, die sie für Bitcoin sehen, wie institutionelle Annahme durch ETFs und sein festes Angebot.

**Zum 150.000-Kursziel**

**F4: Warum setzt Bernstein ein Kursziel von 150.000 US-Dollar für Bitcoin?**
A: Ihr Ziel basiert auf einer Kombination von Faktoren, darunter die massiven Zuflüsse in neue Spot-Bitcoin-ETFs, das historisch feste Angebot von Bitcoin und seine wachsende Akzeptanz als legitime digitale Anlageklasse durch Institutionen und Unternehmen.

**F5: Bis wann erwarten sie, dass Bitcoin 150.000 erreicht?**
A: Während der genaue Zeitrahmen in verschiedenen Berichten variieren kann, hat Bernstein zuvor dieses Ziel für Mitte 2025 angegeben. Es handelt sich um eine Projektion, keine Garantie.

**F6: Ist ein Kurs von 150.000 realistisch?**
A: Es ist eine bullische Prognose. Damit dies geschieht, müssten die aktuellen Trends, auf die Bernstein setzt – wie anhaltende ETF-Zuflüsse und fortgesetzte institutionelle Annahme – sich beschleunigen. Es ist wichtig zu bedenken, dass alle Kursvorhersagen im Kryptobereich hochspekulativ sind.

**Für Anfänger: Grundlagen und Implikationen**

**F7: Ich bin neu dabei. Sollte ich aufgrund dieses Berichts Bitcoin kaufen?**

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