Der Gründer von Capriole Investments hat darauf hingewiesen, dass Bitcoin in eine Preisspanne eintritt, die historisch gesehen die besten langfristigen Chancen bot. Bitcoin ist zu seinen Produktionskosten zurückgekehrt. In einem kürzlichen Beitrag auf X stellte Charles Edwards, Gründer von Capriole Investments, fest, dass Bitcoin nun wieder auf seinen Produktionskosten liegt. Diese "Produktionskosten" sind ein Indikator, der die durchschnittlichen globalen Kosten in US-Dollar für die Produktion eines Bitcoins pro Tag schätzt.
Bitcoin verwendet einen Proof-of-Work (PoW)-Konsensmechanismus, bei dem Miner mit Rechenleistung konkurrieren, um den nächsten Block zur Blockchain hinzuzufügen. Heute ist der Wettbewerb so intensiv, dass der durchschnittliche Miner viele Maschinen benötigt, um eine Chance auf Einnahmen zu haben. Die Einrichtung einer Mining-Farm erfordert eine hohe Anfangsinvestition, aber ob ein Miner Gewinn erzielen kann, hängt von den laufenden Betriebskosten ab. Hohe Rechenleistung ist teuer im Unterhalt, hauptsächlich aufgrund der Stromkosten.
Wie die von Edwards geteilte Grafik zeigt, liegen die aktuellen Bitcoin-Produktionskosten bei etwa 62.650 US-Dollar. Dies entspricht in etwa dem aktuellen Spotpreis von Bitcoin. Wenn diese Schätzung also zutrifft, erzielen die Miner gerade einmal die Gewinnschwelle.
Aus diesem Grund befindet sich Bitcoin nun am Rande einer Zone, die in der Vergangenheit für die Kryptowährung wichtig war. "Historisch gesehen lagen die besten langfristigen Wertchancen zwischen hier und den Stromkosten, die derzeit bei 50.000 US-Dollar liegen", bemerkte Edwards. Die "Stromkosten" beziehen sich auf den Gesamtbetrag, den Miner allein für Strom zahlen. Dieses Niveau hat über verschiedene Marktzyklen hinweg als eine Art untere Grenze für Bitcoin fungiert.
Die Produktionskosten deuten darauf hin, dass die Miner derzeit unter Druck stehen. Wie reagieren sie? Ein nützlicher Indikator zur Verfolgung des Miner-Verhaltens ist die Hashrate, die die gesamte von allen Minern angeschlossene Rechenleistung misst. Laut Daten von CoinWarz ist diese Kennzahl in letzter Zeit gesunken. Die Grafik zeigt, dass die Bitcoin-Hashrate derzeit bei etwa 837 Exahashes pro Sekunde (EH/s) liegt. Im Mai erreichte sie oft 1.000 EH/s, was mehr als 19 % über dem aktuellen Niveau liegt. Es scheint also, dass einige Miner als Reaktion auf den rückläufigen Markt die Verbindung zum Netzwerk getrennt haben.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wird Bitcoin bei etwa 62.400 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 9,5 % in der vergangenen Woche entspricht. Feature-Bild von Dall-E, Chart von TradingView.com.
Häufig gestellte Fragen
Hier ist eine Liste von FAQs zum Thema Bitcoin-Handel nahe seiner Produktionskosten, verfasst in einem natürlichen, gesprächigen Ton
Anfängerfragen
1 Was bedeutet es eigentlich, dass Bitcoin auf seinen Produktionskosten liegt?
Es bedeutet, dass der Marktpreis eines Bitcoins ungefähr dem entspricht, was es kostet, ihn zu schürfen. Fällt der Preis darunter, machen die Miner Verluste.
2 Warum gelten die Produktionskosten als guter Kaufzeitpunkt?
Historisch gesehen bleibt der Bitcoin-Preis selten lange unter seinen Produktionskosten. Miner werden nicht ewig mit Verlust verkaufen, daher erholt sich der Preis oft von diesem Niveau. Analysten sehen es als eine Art Boden oder Sicherheitsnetz.
3 Ist es also garantiert, dass Bitcoin von hier aus steigt?
Nein. Die Vergangenheit garantiert keine zukünftigen Ergebnisse. Es ist ein starkes historisches Signal, aber der Preis könnte bei einer Panik oder einem großen Crash noch weiter fallen. Es ist eine Wertzone, keine 100-prozentige Garantie.
4 Ich bin neu im Krypto-Bereich. Sollte ich aufgrund dieser Nachricht jetzt Bitcoin kaufen?
Nur, wenn Sie die Risiken verstehen. Dies ist ein guter Einstiegspunkt für langfristige Anleger, aber Sie sollten niemals Geld investieren, dessen Verlust Sie sich nicht leisten können. Recherchieren Sie zuerst selbst.
5 Wie werden die Produktionskosten berechnet?
Es ist eine Schätzung, die auf den durchschnittlichen Stromkosten, der Effizienz der Mining-Geräte und dem aktuellen Mining-Schwierigkeitsgrad basiert. Verschiedene Analysten verwenden leicht unterschiedliche Formeln, daher variiert die genaue Zahl.
Fortgeschrittene Fragen
6 Ändern sich die Produktionskosten im Laufe der Zeit? Wie?
Ja, sie ändern sich ständig. Sie steigen, wenn das Mining schwieriger wird oder die Strompreise steigen. Sie sinken, wenn ein neuer, effizienterer Mining-Chip auf den Markt kommt oder der Strom billiger wird. Das Halving-Ereignis verdoppelt auch die Produktionskosten, da die Miner die Hälfte der Belohnung erhalten.
7 Wie wirkt sich das Bitcoin-Halving auf diese Wertzone aus?
Das Halving halbiert die Blockbelohnung. Bleibt der Preis gleich, werden die Einnahmen der Miner halbiert, was die Produktionskosten viel höher macht. Die Wertzone nach einem Halving liegt in der Regel bei einem höheren Dollarbetrag als davor.
8 Was passiert, wenn Bitcoin monatelang unter den Produktionskosten bleibt?
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