Warren konzentriert sich auf die Struktur eines Krypto-Deals, da ein Darlehen in Höhe von 75 Millionen Dollar Aufmerksamkeit erregt.

Ein mit 75 Millionen Dollar besicherter Kredit, hinter dem Unternehmenseigene Token im Wert von fast einer halben Milliarde Dollar stehen, ist in den Fokus eines Senatsvorstoßes gerückt, der darauf abzielt, Aufsichtsbehörden in die Krypto-Operationen der Trump-Familie einzubinden.

Der Kredit, der Fragen aufwarf
World Liberty Financial, das mit US-Präsident Donald Trump und seiner Familie verbundene Krypto-Projekt, soll Token im Wert von rund 440 Millionen Dollar seiner eigenen WLFI-Governance-Token als Sicherheit verwendet haben, um sich über Dolomite, eine dezentrale Kreditplattform, Geld zu leihen.

Der Deal brachte rund 65 Millionen Dollar in unternehmenseigenen USD1-Stablecoins und weitere 10 Millionen Dollar in USDC ein. Auffällig war das Timing. Reguläre Investoren, die WLFI-Token hielten, waren noch gesperrt – sie konnten nicht verkaufen – während die Transaktion durchgeführt wurde. Kurz darauf fiel der Token-Preis um fast 10 % auf ein Rekordtief.

Senatorin Elizabeth Warren sandte am 14. Mai einen Brief an SEC-Vorsitzenden Paul Atkins und bat die Behörde zu untersuchen, ob World Liberty Financial Investoren getäuscht oder gegen Wertpapiergesetze im Zusammenhang mit dem WLFI-Token verstoßen habe. Warren setzte eine Antwortfrist bis zum 26. Mai.

Das Krypto-Problem: Eine unausgewogene Struktur
Warrens Bedenken gehen über den Kredit hinaus. Berichten zufolge sollen mit Trump verbundene Unternehmen 75 % aller Erlöse aus WLFI-Token-Verkäufen nach Abzug der Kosten erhalten. Investoren, die diese Token kauften, hatten hingegen strenge Beschränkungen, wann sie verkaufen durften. Warrens Brief zitierte Berichte, wonach das Unternehmen fast 715 Millionen Dollar durch Token-Verkäufe eingenommen habe, während der gesamte mit dem Projekt verbundene Krypto-Reichtum der Trump-Familie Berichten zufolge eine Milliarde Dollar überstieg. DT Marks DEFI LLC soll zusammen mit bestimmten Trump-Familienmitgliedern rund 22,5 Milliarden WLFI-Token halten.

Warren drängt auf stärkere Anlegerschutzmaßnahmen, während der Kongress unter dem vorgeschlagenen CLARITY Act, einem der größten kryptofokussierten Gesetzesentwürfe in der US-Geschichte, umfassendere Regeln für digitale Vermögenswerte prüft.

Warrens politische Manöver bleiben erfolglos
Während einer kürzlichen CLARITY-Act-Markierungssitzung brachte Warren Änderungsanträge ein, die speziell auf die Beteiligung der Trump-Familie an Kryptomärkten abzielten. Diese Änderungsanträge wurden entlang der Parteilinien abgelehnt.

Die breitere Debatte über Krypto-Regulierung geht weiter, wobei Warrens Brief den Druck auf die SEC erhöht, während die Behörde sowohl politische Herausforderungen als auch Forderungen der Branche nach klareren Regeln bewältigt. Ob Atkins, der allgemein als kryptofreundlich gilt, formelle Schritte einleiten wird, bleibt abzuwarten.

Häufig gestellte Fragen
Hier ist eine Liste von FAQs zur Struktur von Warrens Krypto-Deal mit Fokus auf den 75-Millionen-Dollar-Kredit.

Fragen für Einsteiger

1. Was genau macht Warren mit diesem 75-Millionen-Dollar-Kredit?
Warren leiht sich 75 Millionen Dollar in Stablecoins von einer Gruppe von Kreditgebern. Im Gegenzug stellen sie eine große Menge ihrer eigenen Kryptowährung als Sicherheit. Dies ist ähnlich wie eine Hypothek, aber mit Krypto anstelle eines Hauses.

2. Warum würde Warren einen Kredit aufnehmen, anstatt einfach ihre Krypto zu verkaufen?
Wenn sie ihre Krypto verkaufen würden, müssten sie Kapitalertragssteuern zahlen und würden verpassen, wenn der Preis später steigt. Ein Kredit ermöglicht es ihnen, Bargeld zu erhalten, ohne ihre Vermögenswerte zu verkaufen. Es ist eine Möglichkeit, investiert zu bleiben und gleichzeitig auf Geld zuzugreifen.

3. Ist dieser Kredit riskant für Warren?
Ja, sehr. Wenn der Preis der Krypto, die sie als Sicherheit hinterlegt haben, stark fällt, können die Kreditgeber zusätzliche Sicherheiten verlangen oder ihre Krypto verkaufen, um ihr Geld zurückzubekommen. Dies wird als Margin Call oder Liquidation bezeichnet.

4. Wer leiht Warren die 75 Millionen Dollar?
Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus großen Krypto-Handelsfirmen, dezentralen Finanzprotokollen und möglicherweise traditionellen Investmentfonds, die jetzt mit digitalen Vermögenswerten arbeiten.

5. Was bedeutet überbesichert?
Es bedeutet, dass Warren mehr Wert in Krypto hinterlegt hat als den Kredit, den sie erhalten haben. Zum Beispiel könnten sie Krypto im Wert von 100 Millionen Dollar hinterlegen, um 75 Millionen Dollar zu leihen. Dies schützt den Kreditgeber, falls der Krypto-Preis fällt.

Fragen für Fortgeschrittene

6. Wie funktioniert der Zinssatz für diesen Krypto-Kredit im Vergleich zu einem traditionellen Bankkredit?
Krypto-Kredite haben oft variable Zinssätze, die sich je nach Angebot und Nachfrage im DeFi-Markt ändern. Sie können viel höher sein als ein Bankkredit, sind aber bei privaten Deals oft für einen kurzen Zeitraum festgelegt. Warren hat wahrscheinlich einen maßgeschneiderten Zinssatz ausgehandelt.

7. Welche spezifischen Bedingungen werden bei einem solchen Deal ausgehandelt?
Zu den wichtigsten Bedingungen gehören:
- Beleihungsquote: Der Prozentsatz der Sicherheiten, den sie leihen können.
- Liquidationsschwelle: Der Preisverfall, der einen Zwangsverkauf ihrer Sicherheiten auslöst.

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