US-Gericht entscheidet: Binance derzeit nicht haftbar für Krypto-Transfers mit Terrorismusbezug

Ein US-Bundesgericht hat eine Klage abgewiesen, die der Kryptobörse Binance vorgeworfen hatte, die Terrorismusfinanzierung zu erleichtern. Der Fall **Troell et al. v. Binance** wurde durch eine am 6. März von Richterin Jeannette A. Vargas veröffentlichte Stellungnahme und Anordnung verworfen.

Die Klage wurde von 535 Klägern eingereicht – Opfern oder Familienmitgliedern von Opfern terroristischer Anschläge. Sie behaupteten, dass Binance, ihr Gründer Changpeng "CZ" Zhao und BAM Trading Services (der Betreiber von Binance.US) zwischen 2016 und 2024 64 Terroranschläge ermöglicht hätten. Die Kläger argumentierten, dass die Beklagten durch die Erlaubnis, dass mit Gruppen wie Hamas, Hisbollah, ISIS, al-Qaida und anderen verbundene Wallets Gelder bewegen konnten, gemäß US-Recht den Terrorismus unterstützt hätten.

Das Gericht wies den Fall jedoch ab, da die Klageschrift die rechtlichen Standards nicht erfülle. Richterin Vargas identifizierte zwei wesentliche Schwachstellen in der Argumentation der Kläger.

Erstens zeige die Klageschrift nicht plausibel auf, dass Binance oder ihre Führungskräfte wissentlich erhebliche Unterstützung für die konkreten in Frage stehenden Anschläge geleistet hätten. Während die Kläger Blockchain-Daten, Sanktionslisten und Berichte über die Nutzung von Binance durch Terrorgruppen anführten, hätten sie nicht nachgewiesen, dass die Beklagten zum jeweiligen Zeitpunkt wussten, dass bestimmte Wallets auf der Plattform von Terrororganisationen kontrolliert wurden.

Zweitens stellte das Gericht fest, dass es den Klägern nicht gelungen sei, die mutmaßlichen Kryptowährungsflüsse auf Binance mit den 64 spezifischen Anschlägen in Verbindung zu bringen. Die Klageschrift skizziere zwar Millionen-Transaktionen von Wallets, die mit Terrorgruppen oder dem Iran in Verbindung stehen, und beschreibe ein breites Finanzierungssystem. Sie identifiziere jedoch nicht, wem die Wallets gehörten, wann spezifische Überweisungen stattfanden oder wie eine bestimmte Transaktion die konkreten Anschläge, die den Klägern schadeten, wesentlich vorangetrieben habe.

Nach US-Anti-Terrorismus-Gesetzen reicht es nicht aus, zu zeigen, dass Terrorgruppen eine Plattform genutzt haben. Kläger müssen plausibel darlegen, dass der Beklagte wusste, mit wem er es zu tun hatte, und dass sein Verhalten direkt mit den fraglichen Anschlägen in Verbindung stand, nicht nur mit Terrorismus im Allgemeinen. Die Richterin entschied, dass allgemeine Vorwürfe über "terrorismusassoziierte Wallets" und Verweise auf lasche Sicherheitspraktiken diese Hürde nicht überwänden.

Die Kläger haben 60 Tage Zeit, eine überarbeitete Klageschrift einzureichen, was bedeutet, dass Binance nicht vollständig aus rechtlicher Gefahr ist. Darüber hinaus steht Binance weiterhin unter erheblicher Beobachtung. Die Börse verwaltet noch immer eine Vergleichsvereinbarung über 4,3 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit Verstößen gegen Geldwäschegesetze und Sanktionen, untersteht der Aufsicht eines gerichtlich bestellten Monitors und steht unter anhaltendem politischem Druck in Washington wegen mutmaßlicher Terrorismusfinanzierungsrisiken.



Häufig gestellte Fragen
Natürlich. Hier ist eine Liste von FAQs zum kürzlichen US-Gerichtsurteil bezüglich Binance und mit Terrorismus in Verbindung stehenden Krypto-Transfers, verfasst in einem klaren, umgangssprachlichen Ton.





**Einfache Fragen für Anfänger**




**1. Worum ging es in diesem Gerichtsfall?**

Dies war eine Klage von Opfern terroristischer Anschläge gegen die Kryptobörse Binance. Die Kläger argumentierten, dass Binance rechtlich zur Verantwortung gezogen werden sollte, weil ihre Plattform von Terrorgruppen zur Geldüberweisung genutzt wurde.

**2. Was hat das Gericht tatsächlich entschieden?**

Das US-Bezirksgericht wies die spezifischen Vorwürfe gegen Binance, die Anschläge direkt ermöglicht zu haben, ab. Die Richterin entschied, dass die Kläger nicht genügend Beweise vorlegten, um zu beweisen, dass Binance wissentlich und erheblich bei den spezifischen Terrorakten, wegen derer sie klagten, geholfen habe.

**3. Bedeutet das, dass Binance völlig unschuldig ist?**

Nein. Das Urteil ist eng gefasst. Es besagt lediglich, dass Binance in dieser spezifischen Klage derzeit nicht für diese bestimmten Anschläge haftbar ist. Das Gericht entschied nicht, dass Binance nichts falsch gemacht habe. Die Richterin merkte an, dass die Kläger ihren Fall mit stärkeren Beweisen neu einreichen könnten.

**4. Was ist eine Börse wie Binance?**

Man kann sie sich wie eine Börse oder einen Geldwechsel-Schalter vorstellen, aber für Kryptowährungen wie Bitcoin. Es ist eine Plattform, auf der Menschen digitale Vermögenswerte kaufen, verkaufen und handeln können.

**5. Warum ist es schwierig, Kryptobörsen zur Verantwortung zu ziehen?**

Kryptowährungstransaktionen sind pseudonym und überqueren sofort internationale Grenzen. Zu beweisen, dass eine Börse wissentlich bei einer spezifischen illegalen Handlung geholfen hat, anstatt nur eine allgemeine Plattform bereitzustellen, die missbraucht wurde, ist eine hohe rechtliche Hürde.





**Fortgeschrittene & praktische Fragen**




**6. Was ist der Unterschied zwischen primärer und sekundärer Haftung und warum ist das wichtig?**

* **Primäre Haftung:** Man hat das Unrecht direkt begangen.

* **Sekundäre Haftung:** Man hat jemand anderem geholfen oder es ihm ermöglicht, das Unrecht zu begehen.

Das Gericht stellte fest, dass die Kläger nicht beweisen konnten, dass Binance für diese spezifischen Anschläge gemäß dem Anti-Terrorismus-Gesetz sekundär haftbar war. Diese Unterscheidung ist entscheidend für künftige Klagen gegen Technologieplattformen.

**7. Das Urteil erwähnt Vergleichsvereinbarungen von Binance mit der US-Regierung. Wie hängt das zusammen?**

Ende 2023 räumte Binance ein, unzureichende Geldwäschebekämpfungs-

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