Fidelity deutet an, dass Bitcoin möglicherweise in einen "Superzyklus" eintritt.

Fidelity Labs Managing Partner Parth Gargava deutet an, dass Bitcoin sich möglicherweise von seinem typischen Vier-Jahres-Zyklus, der mit Halving-Ereignissen verbunden war, wegbewegt und in einen potenziellen "Superzyklus" eintritt. Dieses neue Muster könnte zu längeren Phasen hoher Preise und weniger schweren Abschwüngen führen, vorausgesetzt, die strukturelle Nachfrage wächst weiter.

In Fidelitys Krypto-Ausblick-Video vom 9. Januar für das Jahr 2026 verwies Gargava auf den bekannten Zyklusrahmen, bei dem die Höchststände historisch etwa anderthalb Jahre nach jedem Halving auftraten. Er wies darauf hin, dass das Halving 2016 zu einem Höchststand Ende 2017 führte und dem Halving 2020 ein Höchststand im Jahr 2021 folgte. Dieses Muster bildet den Kontext für die Debatte nach dem jüngsten Halving im April 2024.

Während einige Anleger aufgrund vergangener Zyklen schließen könnten, dass der Höhepunkt bereits überschritten ist, hob Gargava eine alternative Sichtweise hervor: dass sich die Marktstruktur verändert. "Auf der anderen Seite hört man auch viele Argumente dafür, dass wir möglicherweise in einen Superzyklus eingetreten sind", sagte er. "Was ein Superzyklus wirklich bedeutet, ist, dass man möglicherweise länger anhaltende Höhen, längere Höhen und flachere Einbrüche hat."

Gargava schrieb dem Forschungsteam von Fidelity Digital Assets die Skizzierung dieses "Superzyklus-Mechanismus" zu und zog eine Analogie zum Rohstoffmarkt der 2000er Jahre. Die Idee ist nicht, dass Bitcoin Rohstoffe direkt nachahmen wird, sondern dass eine anhaltende, mehrjährige Nachfrage das Marktverhalten verändern, Aufschwünge verlängern und Rückgänge abschwächen kann.

Er verwies auf drei Schlüsselkräfte, die einen solchen Wandel vorantreiben könnten:

1. **Stetiger institutioneller Kauf über ETFs:** Dies stellt eine konstante Nachfrage dar und nicht sporadische Spekulation. ETFs können auch in Zeiten schwächerer Stimmung einen kontinuierlichen Kapitalfluss bieten und so den typischen Abschwung nach einem Höhepunkt möglicherweise verändern.

2. **Unterstützende Politik:** Pro-Krypto-Politik in den USA könnte regulatorische Unsicherheiten verringern und eine breitere Beteiligung von Anlegern und Unternehmen fördern, die bisher zögerlich waren.

3. **Marktreife und sich ändernde Korrelationen:** Der Kryptomarkt bewegt sich zunehmend unabhängig von traditionellen Vermögenswerten wie dem S&P 500 und Edelmetallen. Dieses sich entwickelnde Verhalten könnte beeinflussen, wie Bitcoin positioniert, abgesichert wird und wie es auf makroökonomische Faktoren reagiert.

Gargava erklärte den Vier-Jahres-Zyklus nicht für beendet. Stattdessen bezeichnete er 2026 als ein entscheidendes Jahr, um zu beobachten, ob Bitcoin dem historischen Boom-Bust-Muster nach einem Halving folgen wird oder ob strukturelle Kräfte – ETF-Nachfrage, unterstützende Politik und ein reifer werdender Markt – zu einer länger anhaltenden, stabilen Expansion mit milderen Korrekturen führen werden.

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wurde Bitcoin bei 92.182 $ gehandelt.

**Häufig gestellte Fragen**
Natürlich. Hier ist eine Liste von FAQs zu Fidelitys Hinweis, dass Bitcoin möglicherweise in einen Superzyklus eintritt, die klar und hilfreich für ein breites Publikum gestaltet ist.

**Anfänger – Definitionsfragen**

1. **Was bedeutet Superzyklus überhaupt?**
Ein Superzyklus ist eine theoretische, verlängerte Phase massiven Wachstums und massiver Adoption eines Vermögenswerts, angetrieben durch eine starke, anhaltende Kombination von Faktoren wie institutionellen Investitionen, regulatorischer Klarheit und neuen technologischen Anwendungsfällen. Es ist wie ein Bullenmarkt auf Steroiden, der möglicherweise Jahre statt Monate andauert.

2. **Wer ist Fidelity und warum sollte mich interessieren, was sie sagen?**
Fidelity Investments ist eines der weltweit größten und traditionellsten Finanzdienstleistungsunternehmen und verwaltet Billionen von Dollar. Wenn eine solche etablierte, konservative Institution Bitcoin in diesen Begriffen diskutiert, signalisiert dies einen großen Wandel in der Art und Weise, wie ernsthaftes Geld diese Anlageklasse betrachtet.

3. **Was genau hat Fidelity gesagt?**
Fidelitys Analysten veröffentlichten Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass Bitcoin sich in den frühen Stadien eines potenziellen Superzyklus befindet, angetrieben durch drei Hauptfaktoren: zunehmende institutionelle Adoption, positive regulatorische Entwicklungen und die inhärente Knappheit von Bitcoin, die als Absicherung gegen geldpolitische Inflation wirkt.

**Mechanismen & Ursachen**

4. **Was ist jetzt anders, das einen Superzyklus verursachen könnte?**
Der entscheidende Unterschied ist das Aufkommen von Spot-Bitcoin-ETFs in den USA. Diese regulierten Produkte machen es für Privatanleger, Finanzberater und große Institutionen einfach, Bitcoin über ihre regulären Brokerage-Konten zu kaufen, was möglicherweise Billionen an neuem Kapital in den Markt lenkt.

5. **Geht es hier nur darum, dass der Preis steigt?**
Nicht nur um den Preis. Ein echter Superzyklus würde von Massenadoption handeln. Stellen Sie sich vor, Bitcoin wird zu einem Standardbestandteil von Anlageportfolios, mehr Unternehmen nutzen es und seine Technologie wird in die traditionelle Finanzwelt integriert. Preisanstiege wären ein Symptom dieser tieferen Adoption.

6. **Welche Rolle spielt das Halving dabei?**
Das Bitcoin-Halving erzeugt einen eingebauten Knappheitsschock. Das nächste wird voraussichtlich im April 2024 stattfinden. Fidelity deutet an, dass die Kombination dieser Angebotsverknappung mit der massiven neuen Nachfrage durch ETFs der Katalysator für den Superzyklus sein könnte.

**Risiken & Skepsis**

7. **Ist das eine garantierte Sache?**

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